Friedrich-von-Schiller Gemeinschaftsschule Reilingen

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Gemeinschaftsschule ist auf Erfolgskurs

Gemeinschaftsschule ist auf Erfolgskurs


Wenn man den Besucherandrang und den Grad an Begeisterung am Informationstag für Viertklässler als Maßstab nimmt, ist die Friedrich-von-Schiller Gemeinschaftsschule auf Erfolgskurs. Egal wem die Schwetzinger Zeitung hier begegnete, die Schule bekam ausschließlich Lorbeeren verliehen. Nicole Daskiran, Melanie Freud oder Nadine Hoffmann ließen jedenfalls keinen Zweifel daran, dass diese Schule für ihre Kinder klar in Frage komme. Natürlich sei es nur ein Blitzlicht, so Hoffmann, aber die Atmosphäre hier überzeugte sie. Hier herrsche eine Lernatmosphäre, die für Kinder gut sei. Und wenn man in die Augen ihres Sohnes schaut, der gerade dabei ist, Stromkreisläufe zu schließen, scheint klar zu sein, dass er hierher will. Und das galt hier für nicht wenige der Kinder.
Und darüber freute sich niemand mehr als die Rektorin Alexsandra Misra. Diese Resonanz ist in ihren Augen ein schönes Kompliment für die ganze Schule. Derzeit besuchen rund 700 Schüler die Gemeinschaftsschule, die von 62 Lehrer unterrichtet werden. Zu anfangs, zum Start der Gemeinschaftsschule 2018/2019, so Misra, war es nicht ganz leicht. Niemand kannte das Konzept und dementsprechend vorsichtig verhielten sich die Eltern. Eine Schule, die alle drei Abschlüsse anbietet und Lehrer in einer Klasse sämtliche dazugehörenden Niveaus unterrichten, war für viele ungewohnt. Doch diese Vorbehalte haben sich mehr als erledigt. „Zum letzten Schuljahr mussten wir leider 30 Schüler ablehnen. Wir hatten einfach kein Platz mehr.“ Was damals eher als Schwäche interpretiert wurde, ist heute ihre große Stärke. Das Eingehen auf jeden einzelnen Schüler, in einem Halbjahr lernt er auf Realschulniveau und im nächsten Halbjahr auf Gymnasialniveau, ist für viele Kinder und Jugendliche in ihren jeweiligen Phasen, Misra nennt hier die Pubertät aber auch familiäre Probleme, oft zielführender. Am Ende, so die Rektorin, stünden den Schülern alle Abschlüsse offen. Nur, dass das Abitur nicht hier gemacht werde. Wer das Abitur machen will und seine Leistung bis zur zehnten Klasse auf dem entsprechenden Niveau erbracht hat, kann ohne Probleme auf jedes Gymnasium wechseln. Es ist eine Flexibilität und Schülerorientierung, die viele Eltern zu überzeugen schien. Irene Schönberg erklärte gegenüber der Schwetzinger Zeitung, dass sie dieser Ansatz anspreche. „Ich glaube mein Sohn würde sich hier sehr wohl fühlen.“ Gerade weil hier Stärken besonders gefördert und auf Schwächen Rücksicht genommen würde. Damit meint sie, dass es hier möglich ist, Mathe auf Gymnasialniveau zu lernen und Sprachen auf Realschulniveau. Und später, falls das Abitur angestrebt wird, geht es bei den Sprachen auch wieder auf Gymnasialniveau. „Solch eine Flexibilität hätte ich mir gewünscht.“
Spannend und dementsprechend kurzweilig war denn auch das Programm. Nach einem musikalischen Auftakt durch den Schulchor und die Schulband ging es in die verschiedenen Klassenräume, wo ein kleines Universum an Mitmachangeboten wartete. Vom Escape-Room der Grammatik, Musik, Kunst der Mosaikbilder und dem Biologieraum, wo kleines ganz groß rauskam, über eine Atlas-Rallye, Sprachen lernen, physikalische Experimente und kreative Masken bis zur Frage, was glaubst du, und Matheknobeln konnte wirklich fast alles ausprobiert werden. Und um es kurz zu machen, es wurde ausprobiert. Aluminiumrohlinge wurden zu Namensschildern für die Ewigkeit gemacht, der Photosynthese wurde live zugeschaut, Formen wurden mit dem 3-D-Drucker gedruckt, kleine Roboter in Bewegung versetzt, der Schulhund begeistert begrüßt und die Welt wurde mit voller Begeisterung erkundet. Dabei zeigten einige schon ganz erstaunliche Kenntnisse. Nicht jeder weiß sofort, wo Aserbeidschan oder Chile liegt oder wie ein größerer Stromkreislauf geschlossen wird. Und dann gab es in der Mensa im Keller noch kostenlos Pommer und Flammkuchen. Mit einem Lächeln könnte man sagen, dass da etwas Bestechung in der Luft lag. Klar bildete sich hier eine Schlange von Kindern, die fast im Chor nach Pommes riefen und von der Schule begeistert waren.
Für die Rektorin und ihr Team war es ganz ohne Frage ein toller Informationsabend. Einzige Sorge sei, dass sie sich wieder gezwungen sieht, Kinder abzulehnen. Sie würde gerne alle aufnehmen, aber das läge nicht in ihrer Macht. Die Schule, davon ist Misra überzeugt, sei die richtige Antwort auf die Erfordernisse der Zukunft. Vor allem auch deshalb, weil sie ein außerordentliches Lehrerteam hier habe, das die Schüler auf ihrem Weg begleitet, sie stärkt und sie nicht mit Druck formen will.

Die Anmeldung der Schüler ist von Montag, 9. März, bis Donnerstag, 12. März, möglich.

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Dienstag, 10.02.2026
Dienstag, 10.02.2026
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