Friedrich-von-Schiller Gemeinschaftsschule Reilingen

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Großbaustelle für den Schulanbau ist eingerichtet

 

Den Rohbauarbeiten geht das Freilegen des Baufeldes voraus
 
Eine weitere kommunale Großbaustelle ist auf dem Areal zwischen Friedrich-von-Schiller-Schule und Fritz-Mannherz-Hallen  eingerichtet worden. Mannshohe Absperrgitter sichern das Gelände für einen Schulanbau vor unberechtigtem Zutritt. Dabei sind seit dem Spatenstich am 16. Mai die eigentlichen Rohbauarbeiten für eine Mensa samt angeschlossener Kochküche und insgesamt zwölf zusätzlichen Klassenräumen noch gar nicht angelaufen.
Vorausgehend musste das Baufeld zunächst von diversen Leitungen frei gelegt werden. Davon betroffen waren insbesondere die Elektroversorgung der Fritz-Mannherz-Hallen, aber auch die Fernwärmeleitungen des Nahwärmeverbunds Schule – Hallen. Auch der jetzige Schulanbau wird über die zum Teil erneuerten Leitungen mit Energie und Wärme versorgt.
Die das Baufeld querende Infrastruktur ist mittlerweile komplett verlegt. Der Bagger der Rohbaufirma steht schon bereit. In den nächsten Tagen kann es also richtig losgehen.
Lage und Art der Leitungen zum Teil aufwendig zu eruieren
 
Keine besonderen Probleme bereitete offensichtlich die Neutrassierung der erdverlegten Fernwärmeleitungen. Über diese sind seit 2007 die beiden Schulgebäude an das Heizsystem der Fritz-Mannherz-Hallen angeschlossen.  Ingenieurtechnisch begleitet wurden die Arbeiten von Bernhard Machauer, einem der beiden Geschäftsführer des Planungsbüros Schmitt & Partner in Mauer.
Anders verhielt es sich dagegen bei der Stromversorgung und Telekommunikation. „Unsere Aufgabe ähnelte stellenweise einer detektivischen Ermittlungsarbeit“, berichtet der verantwortliche Ingenieur Peter Kneis vom Reilinger Ingenieurbüro für Elektrotechnik Planen + Beraten. Denn verlässliche Pläne zur Lage und Art der Leitungen waren Mangelware. Also mussten zunächst Suchschlitze gegraben, sowie Bilddokumentationen erstellt und ausgewertet werden. Zu eruieren war darüber hinaus, wo diese Versorgungsleitungen jeweils in den Gebäuden enden.
Den Auftakt bildete der Aushub der Kabelgraben. Unglücklicherweise wurde dabei eine 20 Kilovolt-Leitung freigelegt. „Diese alten, papierisolierten Bleikabel reagieren ganz empfindlich auf Bewegung“, beschreibt Kneis das Problem. Die Gefahr sei groß, dass bereits bei einem kleinen Knick ein Spannungsüberschlag erfolgt und ein Kurzschluss ausgelöst werde, der die Stromversorgung eines Teils der Gemeinde lahm legt.
Mit Hilfe eines Kabelortungsgeräts und Handgrabung musste die genaue Lage der Stromleitung erkundet werden, während sie vom zuständigen Energieversorger vorsorglich spannungsfrei geschaltet wurde. Erst nachdem die EnBW die unbeschädigte Isolation bestätigt hatte, konnte die Leitung wieder sorgfältig eingesandet und das sie umhüllende Gelände verdichtet werden. Ein abschließender Prüfcheck ging der endgültigen Inbetriebnahme voraus.
                                                                                                                                                     Veränderungen bei laufendem Schul- und Hallenbetrieb
 
Anfang der 21. Kalenderwoche gelang es schließlich der Firma Merz Elektrotechnik aus Speyer, die Elektro- und Fernmeldekabel, die den Hallenkomplex mit dem Schulgebäude verbinden, in einen Graben zu verlegen und in die Gebäude einzuführen. Noch vor dem Wahlwochenende wurden die alten Versorgungskabel für die Mehrzweckhalle gekappt und die neuen Kabel auf die Verteiler aufgelegt. „Um den im Nebenraum der Küche vorhandenen Verteiler zu entlasten, haben wir im darunter befindlichen Kellerraum einen neuen Verteiler aufgebaut und aus Brandschutzgründen mit einer feuerfesten Verkleidung ausgestattet“, erklärt Peter Kneis. Dort kommt jetzt noch eine Leitung von der Schule an.
Zugleich waren die Leitungen für die ELA-Anlage (Schulgong und Durchsagen), den AMOK-Alarm und zur Auslösung der Brandmeldeanlage um zu klemmen.
Erschwerend kam hinzu, dass alle vorzunehmenden Veränderungen bei laufendem Hallen- und Schulbetrieb erfolgen mussten. So durfte beispielsweise das Mittagessen für die Schüler und versorgten Kinder in der Oberlin-Kita wie auch im Haus der kleinen Hasen nicht ausfallen. Alle betroffenen Leitstellen waren zu informieren, damit die mit der fehlenden Spannung ausgelösten Störungsmeldungen keinen Maßnahmenplan auslösen. Die Brandmeldeanlage konnte dagegen weiterhin in Funktion bleiben, weil sie etwaige Stromausfälle mit der Energie von Batterien überbrücken kann. 
(jd), Fotos: jd  (2), P+B (2)

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