Friedrich-von-Schiller Gemeinschaftsschule Reilingen

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Besuch in der Thorax-Klinik Heidelberg

Heute besuchte die Klasse 8a mit ihrem Klassenlehrer Herr Seitz die Thorax Klinik in Heidelberg. Um 9.30 Uhr ging es an unserer Schule los. Wir fuhren mit einem gemieteten Bus nach Heidelberg. Nach halbstündiger Anreise kamen wir an und gingen die restlichen 200 Meter zu Fuß bis zum hinteren Eingang der Klinik, wo uns eine Ärztin bereits erwartete.
Seit Juni 2000 bietet die Thorax Klinik Schulklassen die Veranstaltung zur Raucherprävention an, an der unsere Schule jedes Jahr mit der achten Jahrgangsstufe teilnimmt. Der Veranstalter möchte mit dem Programm Schülerinnen und Schülern die Folgen des Tabakkonsums aufzeigen. Nicht Abschreckung, sondern Information steht dabei im Vordergrund.
Von 10 Uhr referierte ein ehemaliger Raucher und Mitveranstalter der Aktion „Ohne Kippe“ über die Risiken des Rauchens. Obwohl die erste Zigarette bei allen zu Übelkeit führe, hörten die meisten Jugendlichen, die damit anfangen, leider nicht auf. Dazugehören und sich erwachsen fühlen, so der Referent, sind hauptsächlich dafür ausschlaggebend, die anfängliche Übelkeit zu ignorieren und nahtlos in die Sucht überzugehen. Was folgt, sind allmähliche und extrem starke Schädigungen vor allem der Lunge. Die Konsequenz daraus, so der Vortragende unverblümt, ist bei der Hälfte aller Raucher zwischen 36 und 68 Jahren die kaum zu heilende Krankheit Lungenkrebs. Nur zwei von zwölf Erkrankten haben Überlebenschancen.
Nach einer Pause wurden wir Zeuge einer über Leinwand übertragenen Live-Endoskopie. Dabei wurde einer unter Vollnarkose befindlichen Patientin über den Mund mit einem Edelstahlrohr eine Minikamera in einen Lungenflügel eingeführt. Deutlich sichtbar ist neben dem gesunden auch vom Rauchen angegriffenes Gewebe. Eine Probe wurde entnommen, die dann im Labor untersucht werden wird.
Ab 11.30 Uhr fand schließlich eine Diskussion mit einer ehemaligen Lungenkrebspatientin statt, die eindringlich über ihre Krankengeschichte und schließlich glückliche Behandlung und Heilung vor zehn Jahren berichtet. Als Mutter zweier Kinder machte uns ihre Geschichte betroffen. Als auch die Schülerinnen und Schüler Fragen stellen dürfen, schnellen zahlreiche Hände in die Höhe. „Wie haben sie sich gefühlt, als sie gesagt bekommen haben, sie haben Lungenkrebs?“, war die erste Frage. „Es war ein Schock“, so ihre Antwort und: „Ich habe tagelang geweint.“ Eine weitere Frage lautete: „Haben sie anschließend mit dem Rauchen aufgehört?“ Die überraschende Antwort lautete: „Zuerst wollte ich weiterrauchen. Doch der Arzt als auch die Schwester sagten mir, ich solle doch auch an meine Kinder denken und dafür kämpfen, am Leben zu bleiben.“
Sichtlich beeindruckt traten wir die Heimreise an. „Rauchen? Never ever!“ war eine Aussage einer Schülerin auf dem Weg nach Hause.

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