Friedrich-von-Schiller Grund-und-Werkrealschule Reilingen-Lußheim

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"Zu Fuß zur Schule"

Reilingen.Fröhliches Stimmengewirr, ein Meer bunter Schulranzen und viel frische Luft. Die 430 Schüler der Friedrich-von-Schiller-Schule bestreiten ihren morgendliche Schulweg in dieser Woche zu Fuß. Wer es etwas weiter hat, nimmt das Fahrrad. Alles wie immer, könnte man meinen. So ist es aber nicht. Immer mehr Eltern fahren ihren Nachwuchs mit dem Auto direkt vor die Tür - verstopfen die Straße und verpesten die Luft. "Dabei ist Reilingen nun wirklich nicht groß", merkt Schulleiter Falk Freise an. Und weil der Weg zu Fuß oder eben mit dem Rad daher für keinen eine Zumutung sein könne, setzt sich der Pädagoge dafür ein, dass seine Schüler ihren Alltag selbstständiger gestalten.

Mit der Aktion "Zu Fuß zur Schule" tut die Reilinger Bildungseinrichtung das schon im fünften Jahr, in diesem zum ersten Mal in Kooperation mit dem Verkehrsclub Deutschland (VCD). Dessen Vorstand Manfred Stindl weiß: "Die Kinder erreichen so ein höheres Maß an Selbstständigkeit. Auch wenn die Eltern denken, sie tun ihren Kindern durch die Fahrdienste einen Gefallen - sie tun es nicht." Dazu komme natürlich auch eine soziale Komponente; meistens werde der Schulweg ja nicht alleine bestritten. "Die Kinder können so auf dem Weg zur Schule miteinander plaudern und sich kennenlernen", erklärt VCD-Mann Stindl. Eine Idee, die einleuchtet. Haben die Schüler auf dem Weg zur Schule schon die wichtigsten Themen besprochen, ist der Kopf auch gleich frei für den Unterricht.

Welches Kind tobt nicht gerne?

Und welches Kind bewegt sich nicht gerne? Dass ihre Schüler gern herumtoben, hat auch die Schiller-Schule erkannt. Schulleiter Freise erklärt: "Das Konzept der ,Bewegten Schule’ gehört auch zu unserem Profil. Jeden Tag bieten wir mindestens vier bis fünf Bewegungsangebote an." Dazu kommt die "Bewegte Pause", in der die Kinder an diversen Spielgeräten turnen können. "Man lernt eben nicht nur mit dem Kopf allein", betont Freise.

Für die Woche, in der die Kinder ohne ihre Eltern zur Schule gehen, hat die Gemeinde die Straße vor dem Gebäude abgesperrt. Einerseits zur Sicherheit, andererseits aber auch, damit niemand trotz der Aktion seine Kinder bis vors Gebäude bringt - hier machen alle mit.

Laufbus bringt den Kompromiss

Ein Banner zwischen zwei Bäumen illustriert ein Konzept, dass sich in Reilingen zwar noch nicht durchgesetzt hat, laut Manfred Stindl vom Verkehrsclub doch einige Vorteile hat: der Laufbus. Entlang einer bestimmten Strecke mit diversen Haltestellen laufen die Kinder in Zweierreihen gemeinsam zur Schule. Vorne und hinten geht jeweils ein Erwachsener und sorgt für die nötige Sicherheit.

Ein solcher Laufbus sollte auch die letzten sich sorgenden Eltern beruhigen. Wäre da nicht ein Problem: Wer macht’s? Stindl berichtet im Gespräch mit unserer Zeitung von einer Schule, an der sich Eltern zusammengetan haben, ein solches Projekt zu realisieren. Auch Schulleiter Freise zeigt sich vom Konzept angetan und bedeutet, die Idee ins Gespräch mit der Elternschaft an der Schillerschule bringen zu wollen.

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