Friedrich-von-Schiller Gemeinschaftsschule Reilingen

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Tag der Offenen Tür findet großen Anklang

Tag der Offenen Tür an der GMS Reilingen findet großen Anklang
Am Freitag, 31. Januar 2020 fand von 17 bis 19 Uhr der Tag der Offenen Tür an der Friedrich-von-Schiller Gemeinschaftsschule (GMS) statt. An diesem Infotag stellte sich die GMS Reilingen den Fragen vieler Eltern, deren Kinder derzeit eine dritte oder vierte Grundschulklasse besuchen, und die wissen wollten, was genau der Vorteil einer Gemeinschaftsschule gegenüber einer anderen weiterführenden Schule sei. Hierzu standen zum einen die Lehrerinnen und Lehrer der Schillerschule sowie die Schulleitung unter Rektor Falk Freise und Konrektorin Alexandra Misra Rede und Antwort. Des Weiteren luden alle Schulklassen zu zahlreichen Mitmachangeboten ein, die neben dem theoretischen Überbau auf praktische und handlungsorientierte Weise aufzeigten, welche Möglichkeiten die Gemeinschaftsschule allgemein und der Schulstandort Reilingen im Speziellen zu bieten hat.
Der Einblick in den Schulalltag an der Friedrich-von-Schiller GMS
Der Tag der Offenen Tür an der Friedrich-von-Schiller Gemeinschaftsschule zeigte in den Klassenräumen das vielfältige und motivierende Lernangebot der Schulart. Nach der Präsentation zu Beginn des Info-Tages konnten interessierte Eltern und Kinder mittels „Schüler-Taxis“ das Schulhaus erkunden und dabei gleich gezeigt bekommen, welche Klasse welches Mitmachangebot darbot.
Im EG 01 von Frau Kücüks Klasse 7a konnten Kinder auf drei Niveaustufen den Aufbau der Erde nachvollziehen. In Form einer Selbstkontrolle überprüften sie ihre Lösungen und lernten so auf ansprechende Weise das typische selbstständige Arbeiten an der GMS kennen. Klassenlehrer Herr Seitz lud mit seiner Klasse 9a zum künstlerischen Basteln mit bunten Mosaiksteinen ein. Unter dem Motto „Antike Kunst mit Mosaiksteinen“ versuchten sich viele Kinder erfolgreich an Mosaikbildern: Dickere und dünnere bunte Steinplättchen klebten die Kinder auf ein quadratisches Pressspanplättchen und gestalteten dadurch ihre Bilder. Im Anschluss strichen sie Fugenmaterial in die Lücken und säuberten das Ganze. Die Mosaikbilder durften sie dann mit nach Hause nehmen.
Von hier aus gelangten die Besucher auf einer der Treppen ins Untergeschoss, wo Techniklehrer Herr Heißwolf die mittlerweile sehr beliebten Schlüsselanhänger zum Selbermachen anbot: Farbe aussuchen, fräsen lassen, Rundungen anzeichnen, Kanten feilen und entgraten, Schlüsselring anbringen – fertig! Im zweiten Werkraum durften die Kids mit Techniklehrerin Frau Welter Experimente mit Strom durchführen und z. B. einen Stromkreis mittels Kabel, Schalter und Batterie anfertigen und so eine Lampe zum Leuchten bringen. Erfolgserlebnis garantiert! Daneben zeigte die Technik-AG (Klasse 5 bis 7) die eigenständige Arbeit an kleinen Holzschränkchen mit Spiegel.
Den Flur entlang gelangen die Besucher weiter im Untergeschoss bis zur Küche, wo Frau Vitkus-Dräger Kekse in Handform anbot, zum Dekorieren und Bemalen mit allerlei kleinen Schokostückchen, Marshmallows, buntem Puderzuckerguss und vielem anderen mehr. Die kleinen Schiller-Kekse bildeten das Schullogo – zumindest kurz, denn im Nu haben sie mindestens so gut geschmeckt wie sie aussahen!
Wer im Anschluss den Weg ins erste Obergeschoss OG 01 meisterte, wurde mit einer weiteren geschichtlichen Mitmachaktion von Frau Blöschs Klasse 5a belohnt: Echte Papyrus-Streifen durften bemalt werden und zwar mit Hieroglyphen-Schablonen, mit denen sie etwa ihren Namen in Hieroglyphen schreiben konnten. Dann folierten die kleinen Künstler die Papyrus-Streifen ein und konnten sie als Lesezeichen mit nach Hause nehmen.
Weiter ging es nebenan im Raum OG 03, wo Frau Antolov und Frau Hollenbach mit ihrer Klasse 5b auf drei Niveaustufen die mathematische Mitarbeit an Somawürfeln anboten oder, für das Fach Deutsch in die Welt der Märchen eintauchen ließen. Den Flur oberhalb der Aula entlang gelangten die Gäste zum Fachraum für Chemie, Biologie und Physik. Hier erwarteten sie Frau Heiler und Frau Weber mit einer Forscher-Werkstatt. Mittels der Chromatografie, mit der man Farbstoffe aufspaltet, galt es herauszufinden, wer einen Bankraub begangen hatte. Der Täter hatte nämlich den Fehler begangen, einen Zahlencode mit einem Stift aufzuschreiben und diesen zu hinterlassen. Ein Fall für Detektive, die etwas von Chemie verstehen!
Gleich gegenüber der Forscherwerkstatt ging es bei Herrn Binakaj, dem Klassenlehrer der 6a, mathematisch zu. Doch angesichts der Arbeit mit Tablets war es nicht verwunderlich, dass der Raum sich füllte und immer mehr Kinder Lust auf Mathe bekamen. Mittels geeigneter Software füllten die Besucher etwa Lückentexte oder rechneten, je nach Klassenstufe 1 bis 10, die frei wählbar war, die für sie passenden Aufgaben wie z. B. Rechnen mit großen Zahlen für Klassenstufe 4.
In der Aula war ständig buntes Treiben, denn die Button-Maschine lief heiß: Fast jeder wollte einen Button mit dem Schullogo der Schiller-Schule haben. Auch der Fotowettbewerb zog zahlreiche Zuschauer an und ließ darüber abstimmen, wer das schönste Foto gemacht hatte.
Abgerundet hat den Info-Tag der Friedrich-von-Schiller Gemeinschaftsschule das mehr als leckere Essensangebot des Förderkreises, die viele unterschiedliche Leckereien und Getränke kostenlos zur Verfügung stellten.
Die stille Arbeit im Hintergrund, ohne die die Lehrkräfte ihre Ideen nicht umsetzen könnten, erledigte wie immer zuverlässig Hausmeister Herr Laier.
Der Besucherandrang in der Friedrich-von-Schiller Gemeinschaftsschule sprach für sich, die Schule war voll und die Gäste hatten sichtlich Spaß. Mit diesem zufriedenen Gefühl traten am Freitagabend alle gegen 19 Uhr die Heimreise an.
Welche Vorteile hat eine Gemeinschaftsschule (GMS)?
In Form einer Präsentation erklärte die Schulleitung, welche Vorteile die Gemeinschaftsschule gegenüber anderen weiterführenden Schulen zu bieten hat. Die GMS ist - kurz gesagt - eine leistungsorientierte Schule, in der Schülerinnen und Schüler mit unterschiedlichen Begabungen gefördert werden und aktiv gemeinsam lernen.
Neben dem Hauptschul- und Realschulabschluss, kann, unter der Voraussetzung, dass von der Schülerin oder dem Schüler durchgängig auf dem so genannten erweiterten Niveau gearbeitet wurde, der Wechsel auf ein allgemeinbildendes oder berufliches Gymnasium erfolgen. Hierfür müssen keine weiteren Zugangsprüfungen geleistet oder andere Voraussetzungen erfüllt werden. Das hebt die GMS beispielsweise von einer Realschule ab, wo der Wechsel zwar auf ein berufliches, nicht aber auf ein allgemeinbildendes Gymnasium nach Klasse 10 möglich ist. Dies liegt daran, dass eine Realschule nur die zwei Leistungsstufen Grundniveau und mittleres Niveau anbietet, nicht aber wie die GMS auch das erweiterte Niveau. Die an der GMS arbeitenden Lehrkräfte sind entsprechend ausgebildet.
Das Unterrichtsangebot der GMS auf grundlegendem Niveau führt zum Hauptschulabschluss, das mittlere Niveau zum Realschulabschluss und das erweiterte Niveau zum Abitur. Neben traditionellem Lernen miteinander findet auch eigenständiges Lernen statt. Dabei ist die Lehrkraft weiterhin die klassische Lehrperson, darüber hinaus aber auch Lernbegleiter und Coach. Im so genannten Lernband arbeiten die Schülerinnen und Schüler in der ersten und sechsten Stunde jeweils selbstständig an verschiedensten Lernzeitaufgaben, immer unterstützt durch mindestens eine anwesende Lehrkraft, die hier als Lernbegleiter fungiert. Die Lernzeiten wechseln mit Phasen des lehrerzentrierten (klassischen) Unterrichts sowie solcher mit Bewegung durch beispielsweise AGs ab. Ein weiterer Vorteil bildet die Form der Ganztagesschule, wodurch die Familien entlastet werden: Lern- und Übungsphasen finden hauptsächlich in der Schule statt, Hausaufgaben gibt es selten. Manches Lernen, etwa auf einen Test, muss natürlich dennoch auch mal zu Hause stattfinden.
In den Klassenstufen 5 bis 8 haben die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, ihren unterschiedlichen Begabungen entsprechend, auf den drei unterschiedlichen Niveaus zu arbeiten. So arbeitet eine Schülerin beispielsweise in Englisch auf dem Grundniveau, während sie in Mathematik auf dem erweiterten Niveau lernt. Um den Lernfortschritt einzuschätzen, arbeiten alle mit so genannten Kompetenzrastern, die ihnen eine Rückmeldung dazu geben, was sie können und wie gut sie dies können. Sie planen dabei den Lernprozess, setzen sich Ziele und finden selbst zum geeigneten Lerntempo. Gleichzeitig bildet dies die Grundlage für Gespräche zwischen Lehrkräften und Schülerinnen und Schülern und für Beratungsgespräche mit Eltern.
Statt Noten erhalten die Schülerinnen und Schüler einen – im Vergleich aussagekräftigeren - Lernentwicklungsbericht, der auf Wunsch der Eltern mit Noten ergänzt werden kann. Ein Wiederholen der Klassenstufe gibt es an der GMS nicht.
In den Abschlussklassen 9 und 10 gibt es dann wieder Noten und es werden dieselben Abschlussprüfungen wie an den anderen allgemeinbildenden Schulen absolviert.
(Philipp Seitz)

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