Friedrich-von-Schiller Gemeinschaftsschule Reilingen

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Schüler bauen Hotels für die Reilinger Insektenwelt

„Hotelbau“ stand im Technikunterricht der Reilinger- Friedrich-von-Schiller-Schule auf dem Stundenplan. Unter fachkundiger Leitung ihrer Lehrerinnen und Lehrer haben die Schüler einige „Insekten-Hotels“ produziert, Nistkästen für Wildbienen und andere Insekten.

Die fertiggestellten „Bauwerke“ wurden nun an die Gemeindeverwaltung Reilingen übergeben. Dort können sie von interessierten Bürgern käuflich erworben werden, wobei der Erlös dann wieder der Schule zu Gute kommt. Beim Kauf gibt es außerdem zu jedem Hotel auch ein Päckchen Wildblumensamen dazu.

Ins Leben gerufen wurde diese Aktion von Dieter Rösch, dem Vorsitzenden  des Ortsverbandes Hockenheimer Rheinebene des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland. Im Zuge seiner „Insektenschutzkampagne“ versucht der BUND, Gartenbesitzer verstärkt dafür zu gewinnen, ihre Gärten insektenfreundlich zu gestalten.

Bei Bürgermeister Stefan Weisbrod und Rektor Falk Freise, dem Leiter der Friedrich-von-Schiller-Schule, stieß der BUND-Vorsitzende auf offene Ohren, und so konnte der Plan rasch in die Tat umgesetzt werden.
Zur offiziellen Übergabe trafen sich Falk Freise und Dieter Rösch mit den Lehrerinnen und Lehrern des Technik-Kurses Isabell Welter, Kurt Heißwolf und Quendrin Binakaj und den Schülern aus der „Fertigungswerkstatt“. Petra Brandenburger, stellvertretende Bauamtsleiterin der Gemeinde Reilingen, durfte die hervorragend fertig gestellten Produkte aus der Hand der Schüler im Namen des neuen Eigentümers entgegennehmen.

Alle waren von den gelungenen Werken begeistert. Ein besonderes Lob für dieses gelungene Projekt  gab es von Falk Freise und Dieter Rösch, war es doch ein sehr gelungenes Beispiel dafür, wie man schulisches Lernen und umweltbewusstes Handeln in idealer Weise verbinden kann.

Nachdem die Lehrkräfte die benötigten Werkstoffe besorgt hatten, haben  die Schüler sie arbeitsteilig und in fleißiger Kleinarbeit bearbeitet und zusammen gebaut. In die verwendeten Materialien Hartholz, Weichholz und Ton wurden Bohrungen verschiedener Größe eingebracht, die als „Hotel-Apartments“ für unterschiedliche Insektenfamilien dienen werden.

Für die Schüler war es eine sehr interessante und lehrreiche Aufgabenstellung, gleichzeitig leisteten sie damit  einen wertvollen Beitrag zur Erhaltung des ökologischen Gleichgewichtes in unserer Gemeinde.

Klare Nutznießer dieser Aktion sind die künftigen Hotel-Bewohner, die Wildbienen und andere vom Aussterben bedrohte Insekten.

In den letzten Jahrhunderten hat der menschliche Eingriff in die Natur stark zugenommen. So werden z.B. Felder vermehrt mit Pestiziden behandelt, Grünflächen besiedelt, Gewässer begradigt oder trockengelegt, und es herrscht ein schrecklicher Ordnungsdrang  in Garten, Wald und Natur. Diese Eingriffe durch den Menschen führen unter Anderem zu einem Wohnraumverlust für Insekten. Viele natürliche Lebensräume, wie z.B. Lehmhänge oder Totholz, sind daher nur noch selten vorhanden.

Mit ihrem Lebensraum verschwinden auch die dort lebenden Insekten. Dies ist eine maßgebende Ursache für das Verschwinden vieler Arten. Dagegen soll das Insektenhotel zumindest einen kleinen Teil des verlorenen Lebensraums ersetzen. Es ist nicht verwunderlich, dass Insekten, die in den künstlichen Nisthilfen ihr Zuhause finden, oft bedrohte Arten sind. Darüber hinaus sind die Arten, die durch ein Insektenhotel gefördert werden, sehr wertvoll, weil sie das Ökosystem vielerorts gut ergänzen. Sie haben eine wichtige Rolle als Bestäuber der Blüten und zeichnen sich mitunter auch als „Fraßfeinde“ von Pflanzenschädlingen aus.

GP/Fotos: GP

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